Aluminium rostet nicht – oder ?

Der Einsatz von Aluminium hat viele Vorteile – ein irrtümlich bekannter Vorteil ist, dass Aluminium nicht rostet.

Das stimmt so leider nicht, auch Aluminium kann korrodieren.

Bei dem Einsatz der Werkstoffe von ist es daher sinnvoll, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen, um eine Korrosion zu verhindern oder zu erschweren.

Was ist eine Korrosion?

Aluminium bildet wie jedes Metall im Kontakt mit Sauerstoff eine natürliche Oxidschicht.
Im Gegensatz zu Stahl kommt bei Aluminium das Wachstum der Schicht jedoch nach ca. 2,5-4 nm zum Stillstand und schützt so das darunterliegende Metall vor einer korrosiven Zerstörung. Im pH-Bereich von 4,5 bis 8,5 ist diese Schicht stabil, das heißt, sie wird von gasförmigen oder flüssigen Medien korrosiv nicht angegriffen. In diesem Zustand hat Aluminium gegenüber Stahl deutliche Vorteile.

Kontaktkorrosion

Bei der Konstruktion sowie bei verschiedenen Anwendungen mit unbehandelten Aluminium Halbzeugen muss darauf geachtet werden, Kontaktkorrosion zu vermeiden. An Kon­taktstellen mit edleren Metallen wie Eisen und Kupfer kann sich nach Zutritt von Feuchtigkeit ein Kontaktelement bilden, das heißt eine geringe elektrische Spannung, unter deren chemischer Wir­kung das Aluminium angegriffen wird.

Die  wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Aluminium-Korrosion:

  • keine Werkstoffe mit einem elektrochemischen Spannungspotential von >50 mV in Kontakt bringen
  • kein Kontakt zu Medien mit pH-Werten <4,5 und >8,5.
  • Spalten ≤0,5 mm versiegeln (an Bauteil verbunden)
  • feuchte Bauteile nicht in Kontakt mit Stahl, Kupfer, Messing oder Bronze kommen lassen
  • Bauteile nie in direktem Kontakt übereinanderstapeln.
  • immer restsäurefreie und vollständig trockene Zwischenlagen verwenden
  • Bauteile nicht direkt auf feuchten oder verschmutztem Holz (z.B. Palletten) lagern
  • niemals Putzlappen verwenden, mit denen vorher Stahl, Messing, Kupfer, etc. gereinigt/getrocknet wurde oder die verschmutzt sind
  • niemals Schleifmittel (Pad, Paper, etc.) benutzen, mit denen vorher andere Metalle bearbeitet wurden
  • nur einen Werkstoff auf der Maschine bearbeiten. Wenn doch, vorher die Emulsion wechseln
  • selbst die aufwendigsten Filteranlagen können feinste Fremdmetallflitter nicht zurückhalten
  • bearbeitete Bauteile sofort von der Maschine nehmen und gründlich reinigen und trocknen
  • nur Kühlemulsion verwenden, deren pH-Wert zwischen 4,5 und 8,5 liegt
  • pH-Wert der Emulsion wöchentlich prüfen
  • keine Reiniger mit pH-Werten >8,5 verwenden
  • keine Lagerung von Aluminium in Räumen mit wechselnden klimatischen Verhältnissen

Verbesserungsmöglichkeiten:

Aluminiumprodukte können gezielt vor Korrosion geschützt werden, indem man die Oxidschicht durch Eloxieren oder Oberflächenbehandlungen wie Lackieren verstärkt. Bei dem Eloxieren wird die versiegelnde Oxidschicht künstlich hergestellt. Sie schützt das Aluminium vor der Reaktion mit Wasser und schließt es luftdicht ab.

Außerdem kann man durch Veränderung der Legierung das Aluminium vor Korrosion schützen. Schon einige Prozent Magnesium machen es meerwasserbeständig und damit geeignet für den Schiffbau.

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